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Handysucht-Test

Greifen Sie öfter zum Handy, als Ihnen lieb ist. Dieser Selbsttest nutzt die Smartphone Addiction Scale in der Kurzversion (SAS-SV), ein wissenschaftlich validiertes Instrument mit zehn Aussagen. Er stellt keine Diagnose, zeigt Ihnen aber, ob Ihr Nutzungsmuster in einen problematischen Bereich rückt.

Smartphone Addiction Scale, Kurzversion (SAS-SV)

Die folgenden zehn Aussagen beziehen sich auf Ihre Smartphone-Nutzung. Bitte geben Sie für jede Aussage an, wie sehr sie auf Sie zutrifft, von "Stimme überhaupt nicht zu" bis "Stimme voll zu".

10 Fragenca. 2 Minanonym, Auswertung im Browserkeine Diagnose

Was misst der SAS-SV?

Der Test fragt nicht nach Ihrer Bildschirmzeit in Stunden, sondern nach den Anzeichen einer suchtartigen Nutzung: das Verpassen von Aufgaben, Konzentrationsprobleme, das Gefühl, ohne Handy nicht auszukommen, Unruhe ohne Gerät, ständiges Gedankenkreisen ums Smartphone und Rückmeldungen aus dem Umfeld, dass es zu viel ist. Jede der zehn Aussagen wird auf sechs Stufen von "Stimme überhaupt nicht zu" bis "Stimme voll zu" bewertet. Der Gesamtwert reicht von 10 bis 60. Ein hoher Wert entsteht nicht durch viel Nutzung allein, sondern durch Kontrollverlust und Beeinträchtigung.

Was bedeutet das Ergebnis?

In der Originalstudie lag die Auffälligkeitsschwelle bei 31 Punkten für Männer und 33 für Frauen. Da dieser Test das Geschlecht nicht abfragt, nennt er beide Werte als Orientierung. Diese Schwellen wurden an koreanischen Jugendlichen kalibriert und sind für Erwachsene in Deutschland eine übertragbare Näherung, kein exakt validierter Grenzwert. Das Ergebnis ist kein Nachweis einer Sucht, sondern ein Hinweis auf ein problematisches Nutzungsmuster. Entscheidend bleibt, ob Ihr Alltag leidet.

Handysucht, ADHS und Depression nicht verwechseln

Ein hoher Wert bedeutet nicht automatisch eine eigenständige Sucht. Ständiges Aufs-Handy-Schauen kann auch Ausdruck von anderem sein: Bei ADHS zieht das Gerät die Aufmerksamkeit besonders leicht auf sich, bei Depression oder Angst wird Scrollen zur Betäubung oder Ablenkung, bei Einsamkeit ersetzt es fehlende Nähe. Deshalb lohnt es sich, ehrlich zu schauen, was das Handy für Sie tut. Wenn Unaufmerksamkeit, Niedergeschlagenheit oder Anspannung mitspielen, geben der ADHS-Test, der Depressions-Test oder der Angst-Test zusätzlichen Aufschluss.

Konkrete nächste Schritte

Es geht nicht um Verzicht aus Prinzip, sondern um Kontrolle zurückgewinnen. Kleine, feste Regeln helfen mehr als Vorsätze: Benachrichtigungen für soziale Apps ausschalten, feste bildschirmfreie Zeiten am Abend, das Handy nachts aus dem Schlafzimmer, störende Apps vom Startbildschirm nehmen. Wenn der Kontrollverlust stark ist, der Schlaf leidet oder Sie trotz Vorsätzen nicht gegensteuern können, kann eine Beratungsstelle oder psychotherapeutische Praxis unterstützen. Das ist kein Zeichen von Schwäche.

Quelle

Kwon M, Kim DJ, Cho H, Yang S. The Smartphone Addiction Scale: Development and Validation of a Short Version for Adolescents. PLOS ONE, 2013;8(12):e83558. DOI 10.1371/journal.pone.0083558. Lizenz: CC BY 4.0 (creativecommons.org/licenses/by/4.0). Deutsche Aussagen: eigene Übersetzung und Bearbeitung des englischen Originals. Eine abgeleitete Fassung mit Namensnennung ist unter CC BY 4.0 ausdrücklich erlaubt.

Häufige Fragen

Bin ich handysüchtig?

Ein hoher Wert ist ein Hinweis auf ein problematisches Nutzungsmuster, keine Diagnose. Entscheidend ist, ob Schlaf, Konzentration, Arbeit oder Beziehungen leiden und ob Sie trotz Vorsätzen nicht gegensteuern können.

Misst der Test meine Bildschirmzeit?

Nein. Der SAS-SV fragt nicht nach Stunden, sondern nach Anzeichen von Kontrollverlust und Beeinträchtigung. Viel Nutzung allein ergibt keinen hohen Wert, entscheidend ist das Muster.

Ist Handysucht dasselbe wie ADHS oder Depression?

Nein. Ständiges Aufs-Handy-Schauen kann auch Ausdruck von ADHS, Depression, Angst oder Einsamkeit sein. Deshalb lohnt es sich zu schauen, was das Handy für Sie tut. Der ADHS-Test, der Depressions-Test oder der Angst-Test geben zusätzlichen Aufschluss.

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Geprüft vom Redaktionsteam

Angaben zu Instrument, fachlicher Grundlage und Grenzen geprüft. Stand: Juli 2026. Unabhängig, anonym nutzbar, keine Diagnose.

Nach dem Test

Ein Ergebnis zu Handysucht ist ein Hinweis, kein Urteil. Notiere dir, was auffällig war, und nutze das Ergebnis als Gesprächsgrundlage, wenn du ärztlich, psychotherapeutisch oder diagnostisch abklären lässt.

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