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Norwood-Skala: Haarausfall selbst einordnen

Die Norwood-Skala beschreibt das typische Muster des erblich bedingten Haarausfalls beim Mann in sieben Stadien, von den ersten Geheimratsecken bis zum hufeisenförmigen Haarkranz. Mit dem Bild-Check ordnen Sie Ihr Muster ein. Das ist eine Orientierung, keine Diagnose und keine Therapieempfehlung.

Stadien I bis VII Bild-Selbsteinstufung anonym Orientierung, keine Diagnose

Norwood-Selbsteinstufung

Ihr Haarausfall-Muster einordnen

Die Norwood-Skala beschreibt das typische Muster des erblich bedingten Haarausfalls beim Mann in sieben Stadien. Das ist eine Orientierung, keine Diagnose und keine Therapieempfehlung. Zuerst die Warnzeichen.

Schritt 1Warnzeichen zuerst prüfen

Die Norwood-Skala ordnet nur das Muster ein, nicht die Ursache und nicht die Behandlung. Sie gilt für den männlichen Haarausfall. Bei Frauen wird ein anderes Muster genutzt.

Androgenetischer Haarausfall: das häufigste Muster

Der erblich bedingte Haarausfall, medizinisch androgenetische Alopezie, ist die mit Abstand häufigste Form beim Mann. Er folgt einem typischen Muster: Erst ziehen sich die Schläfen zurück, später dünnt der Wirbel aus. Die Norwood-Skala bildet genau diesen Verlauf in sieben Stadien ab. Sie beschreibt das Muster, nicht die Ursache und nicht das Tempo.

Geheimratsecken und ihre Stadien

Geheimratsecken sind der Rückzug der Haarlinie an den Schläfen. In Norwood I und II ist die Haarlinie noch weitgehend voll, ab Norwood III bildet sich die klar sichtbare M-Form. Viele Männer bleiben über Jahre in einem frühen Stadium, bei anderen schreitet es weiter fort. Aus dem Bild allein lässt sich nicht ableiten, wie schnell es weitergeht.

Tonsur und diffuse Ausdünnung

Ab etwa Norwood IV kommt die Ausdünnung am Wirbel dazu, oft als runder heller Bereich, die Tonsur. Vordere und hintere Zone wachsen mit den Stadien aufeinander zu, bis nur noch ein Haarkranz an den Seiten bleibt. Wichtig zur Abgrenzung: Ein plötzlicher, gleichmäßig diffuser Ausfall am ganzen Kopf passt nicht in dieses Muster und hat oft andere Ursachen.

Haarausfall bei Frauen: die Ludwig-Skala

Bei Frauen verläuft der erblich bedingte Haarausfall anders. Statt Geheimratsecken dünnt meist der Scheitelbereich diffus aus, die vordere Haarlinie bleibt oft erhalten. Dafür gibt es eigene Einteilungen wie die Ludwig- oder die Sinclair-Skala, nicht die Norwood-Skala. Ein eigener Check dazu folgt. Bei Frauen ist zudem wichtig, andere Ursachen zu prüfen, insbesondere Eisenmangel und die Schilddrüse, am besten in der gynäkologischen oder dermatologischen Praxis.

Häufige Fragen

Wie funktioniert dieser Haarausfall-Test?

Sie vergleichen Ihr Muster mit sieben stilisierten Bildern der Norwood-Skala und wählen das passende Stadium. Davor prüfen Sie kurz Warnzeichen, die nicht zum erblichen Haarausfall passen. Das Ergebnis ordnet Ihr Muster ein, es stellt keine Diagnose und gibt keine Therapieempfehlung.

Welche Geheimratsecken-Stadien gibt es?

Die Norwood-Skala beschreibt den Rückzug der Haarlinie in Stufen. In den frühen Stadien (Norwood I und II) ist die Haarlinie noch weitgehend voll. Ab Norwood III sind die Geheimratsecken deutlich als M-Form zu erkennen. In höheren Stadien kommt eine Ausdünnung am Wirbel (Tonsur) dazu, bis am Ende nur ein hufeisenförmiger Haarkranz bleibt.

Was bedeutet Norwood 3?

Norwood III steht für deutlich sichtbare Geheimratsecken, die Haarlinie zieht sich an den Schläfen klar zurück und bildet eine M-Form. Das ist ein häufiges Muster des erblich bedingten Haarausfalls. Was die Skala nicht sagt: die Ursache. Eine dermatologische Praxis kann das Muster bestätigen und andere Ursachen ausschließen.

Was bedeutet Norwood 7?

Norwood VII ist das am weitesten fortgeschrittene Stadium. Von der Haarlinie und dem Wirbel bleibt nur noch ein hufeisenförmiger Kranz an den Seiten und am Hinterkopf. Auch hier gibt diese Seite bewusst keine Empfehlung zu Medikamenten. Welche Optionen infrage kommen, klärt eine dermatologische Praxis.

Ist kreisrunder Haarausfall dasselbe?

Nein. Eine oder mehrere kreisrunde, scharf begrenzte kahle Stellen passen nicht zum erblichen Muster und können auf eine kreisrunde Alopezie (Alopecia areata) hindeuten. Das gehört dermatologisch abgeklärt und lässt sich mit der Norwood-Skala nicht einordnen.

Kann die Schilddrüse Haarausfall auslösen?

Ja. Ein diffuser Haarausfall am ganzen Kopf, oft zusammen mit Müdigkeit, Frieren oder Gewichtsveränderung, kann verschiedene Ursachen haben, darunter Schilddrüse, Eisenmangel oder Medikamente. Das passt nicht zum Norwood-Muster und gehört hausärztlich oder dermatologisch abgeklärt.

Quellen und Einordnung

Hamilton JB. Patterned loss of hair in man: types and incidence. Annals of the New York Academy of Sciences. 1951;53:708 bis 728. PMID 14819896. Norwood OT. Male pattern baldness: classification and incidence. Southern Medical Journal. 1975;68(11):1359 bis 1365. PMID 1188424. Die Norwood-Hamilton-Klassifikation dient hier als Faktenbasis. Die Illustrationen sind eigene, stilisierte Darstellungen, keine Originalabbildungen aus den Arbeiten. Dieser Check ist eine Orientierung und keine Diagnose.