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Fettleber-Test
Anerkannte Labor-Scores für zwei Fragen: FLI und HSI schätzen Hinweise auf Leberverfettung. FIB-4, APRI und NFS schätzen Hinweise auf mögliche Vernarbung. Sofort-Auswertung, ohne Anmeldung, keine Diagnose.
Fettleber-Rechner
Ihre Werte auswerten
FLI und FIB-4 bleiben die Hauptwerte. HSI, APRI und NFS können Sie darunter als weitere Labor-Scores ergänzen. Alle Werte sind Orientierung, keine Diagnose und keine Therapieempfehlung.
Steatose-Signale
Tragen Sie alle fünf Werte ein, um den FLI zu berechnen.
Fibrose-Signale
Optional. Der FIB-4 braucht zusätzlich AST, ALT und Thrombozyten aus Ihrem Blutbild. Ohne diese Werte reicht der FLI oben.
Tragen Sie Alter, AST, ALT und Thrombozyten ein.
HSI ergänzt die Steatose-Frage. APRI und NFS ergänzen die Fibrose-Frage. Diese Scores brauchen gemeinsame Angaben wie BMI, AST, ALT und Thrombozyten und sind keine Diagnoseinstrumente.
Für die ärztliche Beurteilung einer Fettleber zählt die Menge trotzdem, auch weil die Gamma-GT in den FLI eingeht und durch Alkohol steigen kann. Seit 2023 trennt die Nomenklatur danach: MASLD ist eine Leberverfettung mit mindestens einem kardiometabolischen Risikofaktor. Kommt Alkohol von 140 bis 350 g pro Woche bei Frauen oder 210 bis 420 g pro Woche bei Männern dazu, spricht man von MetALD. Darüber liegt die alkoholbedingte Form ALD. Das sind Einteilungsgrenzen, keine unbedenklichen Mengen. Nennen Sie im Arztgespräch Menge und Häufigkeit möglichst konkret. Strukturiert erfassen lässt sich das mit dem Alkohol-Selbsttest (AUDIT-C).
- Sie erhöhte Leberwerte, gelbliche Haut oder Augen, oder Schmerzen im rechten Oberbauch haben
- Sie Typ-2-Diabetes, deutliches Übergewicht oder erhöhte Blutfette haben
- Sie regelmäßig Alkohol trinken oder Medikamente nehmen, die die Leber belasten
Ein niedriger Wert ist kein Grund, einen Arztbesuch zu verschieben. Dieser Rechner kann Anlass zur Abklärung geben, aber niemals eine Untersuchung ersetzen.
FLI, HSI, FIB-4, APRI und NFS sind publizierte Screening- und Labor-Scores, aber keine Diagnose. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht gespeichert oder übertragen.
Was ist eine Fettleber?
Bei einer Fettleber (Steatose) lagert die Leber zu viel Fett ein. Die häufigste Form hängt mit Stoffwechsel und Ernährung zusammen und wird heute als MASLD bezeichnet. Sie tut lange nicht weh und bleibt oft unbemerkt. Unbehandelt kann sie sich entzünden und die Leber vernarben. Genau deshalb sind zwei Fragen wichtig: Ist Fett eingelagert (FLI), und ist die Leber schon vernarbt (FIB-4)?
Die fünf Treiber
Eine Fettleber entsteht selten aus einem einzigen Grund. Meist greifen fünf Faktoren ineinander: eine westlich geprägte Ernährung mit viel Zucker und Fruktose, eine Insulinresistenz, Bauchfett, ein gestörter Fettstoffwechsel und eine stille, dauerhafte Entzündung. Oft ist die Fettleber das erste sichtbare Zeichen, bevor Insulinresistenz, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes folgen. Die gute Nachricht: In frühen Stadien ist eine Fettleber nach heutigem Kenntnisstand oft rückbildungsfähig, wenn man die Treiber gezielt angeht, vor allem über Ernährung, Bewegung und Gewicht.
Welche Laborwerte zählen
Für die Auswertung sind vor allem GGT, die Leberwerte ALT und AST samt ihrem Verhältnis, die Triglyzeride, der HOMA-IR als Maß für die Insulinresistenz und der Bauchumfang wichtig. Der Rechner oben nutzt genau diese Standardwerte: GGT, Triglyzeride und Taille fließen in den FLI, AST und ALT in den FIB-4, HSI, APRI und NFS. Einzelne erhöhte Werte beweisen keine Fettleber, aber das Muster gibt eine belastbare Orientierung für das Arztgespräch.
Steatose oder Fibrose, was misst was?
Schätzt, ob überhaupt Fett in der Leber eingelagert ist. Aus BMI, Taille, Triglyzeriden und Gamma-GT. Wert 0 bis 100.
Zusätzlicher Hinweis auf Steatose. Aus BMI, ALT/AST, Geschlecht und Diabetes-Status. Nicht als Diagnose verwenden.
Schätzt, ob die Leber bereits vernarbt (fibrosiert) ist. Aus Alter, AST, ALT und Thrombozyten. Das ist die gefährlichere Frage.
Weitere Fibrose-Hinweise aus Laborwerten. APRI kommt ursprünglich aus dem Hepatitis-C-Kontext, NFS aus der NAFLD-Forschung.
Alle Werte sind Wahrscheinlichkeiten oder Hinweise, keine Diagnosen. Niedrige Werte schließen eine Erkrankung nicht sicher aus.
Häufige Fragen
Kann ich eine Fettleber mit einem Test feststellen?
Nein, feststellen im Sinne einer Diagnose nicht. FLI und HSI schätzen aus Standardwerten, wie wahrscheinlich eine Leberverfettung ist. FIB-4, APRI und NFS geben Hinweise auf mögliche Vernarbung. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, meist per Ultraschall, Blutbild und bei Bedarf Lebersteifigkeitsmessung.
Was ist der Fatty Liver Index (FLI)?
Der FLI ist ein 2006 veröffentlichter, klinisch validierter Score. Er berechnet aus BMI, Taillenumfang, Triglyzeriden und Gamma-GT einen Wert zwischen 0 und 100. Unter 30 spricht statistisch weniger für eine Fettleber, schließt sie aber nicht sicher aus. Ab 60 spricht der Wert für eine Fettleber. Dazwischen liegt ein Graubereich.
Was bedeutet der FIB-4-Wert?
Der FIB-4 schätzt aus Alter, den Leberwerten AST und ALT und den Thrombozyten das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose, also einer Vernarbung. Ein niedriger Wert macht eine schwere Vernarbung weniger wahrscheinlich, schließt sie aber nicht sicher aus. Ein hoher Wert ist ein Anlass zur ärztlichen Abklärung.
Was sind HSI, APRI und NFS?
HSI ist ein zusätzlicher Steatose-Score aus BMI, ALT, AST, Geschlecht und Diabetes-Status. APRI ist ein Labor-Score aus AST, AST-Obergrenze und Thrombozyten, ursprünglich aus dem Hepatitis-C-Kontext. NFS steht für NAFLD Fibrosis Score und nutzt Alter, BMI, Diabetes oder gestörten Nüchternzucker, AST, ALT, Thrombozyten und Albumin. Alle drei sind Zusatzhinweise, keine Diagnose.
Ein niedriger Wert, heißt das meine Leber ist gesund?
Nein. Ein niedriger Screening-Wert schließt eine Lebererkrankung nicht sicher aus. Er ist kein Grund, einen Arztbesuch zu verschieben. Wenn Sie Beschwerden oder Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht oder erhöhte Leberwerte haben, lassen Sie das unabhängig vom Ergebnis ärztlich abklären.
Welche Werte brauche ich für den Rechner?
Für den FLI: Größe, Gewicht, Taillenumfang, Triglyzeride und Gamma-GT. Für den FIB-4 zusätzlich Alter, AST, ALT und Thrombozyten. Für HSI, APRI und NFS kommen je nach Score Geschlecht, Diabetes-Status, AST-Obergrenze des Labors und Albumin in g/dl dazu. Ohne Blutwerte können Sie diese Scores nicht vollständig berechnen.
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Quellen und Hinweise
Fatty Liver Index: Bedogni G, Bellentani S, Miglioli L, et al. The Fatty Liver Index: a simple and accurate predictor of hepatic steatosis in the general population. BMC Gastroenterology 2006;6:33, DOI 10.1186/1471-230X-6-33. FIB-4: Sterling RK, Lissen E, Clumeck N, et al. Development of a simple noninvasive index to predict significant fibrosis in patients with HIV/HCV coinfection. Hepatology 2006;43(6):1317-1325, DOI 10.1002/hep.21178. HSI: Lee JH et al. Hepatic steatosis index: a simple screening tool reflecting nonalcoholic fatty liver disease. Digestive and Liver Disease 2010, DOI 10.1016/j.dld.2009.08.002. APRI: Wai CT et al. A simple noninvasive index can predict both significant fibrosis and cirrhosis in patients with chronic hepatitis C. Hepatology 2003. NFS: Angulo P et al. The NAFLD fibrosis score. Hepatology 2007, DOI 10.1002/hep.21496. APRI DOI 10.1053/jhep.2003.50346. Die beim FIB-4 genutzten Grenzen 1,30 und 2,67 stammen nicht aus der Erstbeschreibung von Sterling, sondern aus Shah AG, Lydecker A, Murray K, et al. Comparison of noninvasive markers of fibrosis in patients with nonalcoholic fatty liver disease. Clinical Gastroenterology and Hepatology 2009;7(10):1104-1112, DOI 10.1016/j.cgh.2009.05.033. Die Altersanpassung ab 65 Jahren, untere Grenze 2,0 beim FIB-4 und 0,12 beim NFS, folgt McPherson S, Hardy T, Dufour JF, et al. Age as a confounding factor for the accurate non-invasive diagnosis of advanced NAFLD fibrosis. American Journal of Gastroenterology 2017;112(5):740-751, DOI 10.1038/ajg.2016.453. Zur Nomenklatur MASLD, MetALD und ALD: Rinella ME, Lazarus JV, Ratziu V, et al. A multisociety Delphi consensus statement on new fatty liver disease nomenclature. Hepatology 2023;78(6):1966-1986, DOI 10.1097/HEP.0000000000000520. Alle Scores sind publizierte Berechnungsformeln. Dieser Rechner ist ein Screening und keine Diagnose.