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Fettleber-Test

Zwei anerkannte Screening-Scores aus Ihren Laborwerten: Der Fatty Liver Index schätzt, wie wahrscheinlich eine Leberverfettung ist. Der FIB-4 schätzt das Risiko einer Vernarbung. Sofort-Auswertung, ohne Anmeldung.

2 validierte Scores ca. 2 Minuten anonym Orientierung, keine Diagnose

Fettleber-Rechner

Ihre Werte einordnen

Zwei anerkannte Screening-Scores aus Ihren Standard-Laborwerten. Der FLI schätzt, wie wahrscheinlich eine Leberverfettung ist. Der FIB-4 schätzt das Risiko einer fortgeschrittenen Vernarbung. Beide sind Orientierung, keine Diagnose.

Score 1Fatty Liver Index (FLI): Leberverfettung

Tragen Sie alle fünf Werte ein, um den FLI zu berechnen.

Score 2FIB-4: Risiko einer Leberfibrose

Optional. Der FIB-4 braucht zusätzlich AST, ALT und die Thrombozyten aus Ihrem Blutbild. Ohne diese Werte reicht der FLI oben.

Tragen Sie Alter, AST, ALT und Thrombozyten ein.

Unabhängig vom Ergebnis zum Arzt, wenn:
  • Sie erhöhte Leberwerte, gelbliche Haut oder Augen, oder Schmerzen im rechten Oberbauch haben
  • Sie Typ-2-Diabetes, deutliches Übergewicht oder erhöhte Blutfette haben
  • Sie regelmäßig Alkohol trinken oder Medikamente nehmen, die die Leber belasten

Ein niedriger Wert ist kein Grund, einen Arztbesuch zu verschieben. Dieser Rechner kann Anlass zur Abklärung geben, aber niemals eine Untersuchung ersetzen.

FLI und FIB-4 sind validierte Screening-Werkzeuge, aber keine Diagnose. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht gespeichert oder übertragen.

Was ist eine Fettleber?

Illustration: links eine gesunde, rotbraune Leber, rechts eine hellere, gelbliche Fettleber mit Fetteinlagerungen
Links eine gesunde Leber, rechts eine Fettleber mit sichtbaren Fetteinlagerungen. Schematische Darstellung.

Bei einer Fettleber (Steatose) lagert die Leber zu viel Fett ein. Die häufigste Form hängt mit Stoffwechsel und Ernährung zusammen und wird heute als MASLD bezeichnet. Sie tut lange nicht weh und bleibt oft unbemerkt. Unbehandelt kann sie sich entzünden und die Leber vernarben. Genau deshalb sind zwei Fragen wichtig: Ist Fett eingelagert (FLI), und ist die Leber schon vernarbt (FIB-4)?

Die fünf Treiber

Eine Fettleber entsteht selten aus einem einzigen Grund. Meist greifen fünf Faktoren ineinander: eine westlich geprägte Ernährung mit viel Zucker und Fruktose, eine Insulinresistenz, Bauchfett, ein gestörter Fettstoffwechsel und eine stille, dauerhafte Entzündung. Oft ist die Fettleber das erste sichtbare Zeichen, bevor Insulinresistenz, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes folgen. Die gute Nachricht: In frühen Stadien ist eine Fettleber nach heutigem Kenntnisstand oft rückbildungsfähig, wenn man die Treiber gezielt angeht, vor allem über Ernährung, Bewegung und Gewicht.

Welche Laborwerte zählen

Für die Einordnung sind vor allem GGT, die Leberwerte ALT und AST samt ihrem Verhältnis, die Triglyzeride, der HOMA-IR als Maß für die Insulinresistenz und der Bauchumfang wichtig. Der Rechner oben nutzt genau diese Standardwerte: GGT, Triglyzeride und Taille fließen in den FLI, AST und ALT in den FIB-4. Einzelne erhöhte Werte beweisen keine Fettleber, aber das Muster gibt eine belastbare Orientierung.

Aus der Praxis von Dr. Bry

Wie schnell sich eine Fettleber zurückbilden kann

Ein Mann Mitte dreißig kommt zum Vorsorge-Check. Die Blutwerte sind nur leicht auffällig: die Triglyzeride etwas erhöht, der Nüchternzucker mit 105 an der oberen Grenze. Kleinigkeiten, über die man hinwegsehen könnte. Der Ultraschall zeigt etwas anderes: eine deutlich verfettete Leber.

Die Geschichte dahinter ist typisch. Früher viel Sport, Basketball in einer festen Gruppe, dann kam das Leben dazwischen. Der Sport war das Erste, was wegfiel, als der Druck stieg. Nach der Diagnose und einem klaren Gespräch ging er all in: zurück ins Training, Ernährung umgestellt, wieder Basketball, alte Freundschaften reaktiviert. Drei Monate später war die Fettleber im Ultraschall verschwunden.

Wie schnell und wie stark sich das zurückbildet, hängt von Alter, Geschlecht und Genetik ab und ist nicht bei jedem so eindeutig. Der Punkt ist ein anderer: Die Fettleber war das erste greifbare Warnsignal, früh genug, um gegenzusteuern, bevor Insulinresistenz und Diabetes folgen. Genau dafür ist ein Screening da, als Anstoß zum Handeln und zum Arztgespräch.

FLI oder FIB-4, was misst was?

Fatty Liver Index (FLI)

Schätzt, ob überhaupt Fett in der Leber eingelagert ist. Aus BMI, Taille, Triglyzeriden und Gamma-GT. Wert 0 bis 100.

FIB-4

Schätzt, ob die Leber bereits vernarbt (fibrosiert) ist. Aus Alter, AST, ALT und Thrombozyten. Das ist die gefährlichere Frage.

Zusammen gelesen

Ein hoher FLI zeigt Verfettung, ein hoher FIB-4 zeigt möglichen Umbau. Beide sind Screening, die Abklärung gehört zur Ärztin oder zum Arzt.

Beide Werte sind Wahrscheinlichkeiten, keine Diagnosen. Sie ersetzen keine Untersuchung.

Dr. med. Heinz Bry Fachlich begleitet

In frühen Stadien ist die Fettleber oft rückbildungsfähig. Ich sehe in der Praxis immer wieder, wie sich das Ultraschallbild verändert, sobald Menschen an Ernährung, Bewegung und Gewicht ansetzen. Der Unterschied zwischen denen, die es schaffen, und denen, die es nicht schaffen, ist selten Glück, sondern Methode.

Dr. med. Heinz Bry In Deutschland approbierter Arzt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sport- und Ernährungsmediziner mit Schwerpunkt Stoffwechsel fettleber-verstehen.de

Tiefer einsteigen

Wenn Ihr Ergebnis auffällig ist oder Sie verstehen wollen, was hinter den Werten steckt: Dr. Bry hat einen kostenlosen, leitliniennahen Leitfaden geschrieben, der die fünf Treiber, die wichtigen Laborwerte und drei alltagstaugliche Hebel erklärt. Eine klare Landkarte fürs nächste Arztgespräch, keine Diagnose.

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Häufige Fragen

Kann ich eine Fettleber mit einem Test feststellen?

Nein, feststellen im Sinne einer Diagnose nicht. Der FLI und der FIB-4 sind Screening-Werkzeuge: Sie schätzen aus Standard-Laborwerten, wie wahrscheinlich eine Leberverfettung oder eine Vernarbung ist. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, meist per Ultraschall, Blutbild und bei Bedarf Lebersteifigkeitsmessung.

Was ist der Fatty Liver Index (FLI)?

Der FLI ist ein 2006 veröffentlichter, klinisch validierter Score. Er berechnet aus BMI, Taillenumfang, Triglyzeriden und Gamma-GT einen Wert zwischen 0 und 100. Unter 30 ist eine Fettleber unwahrscheinlich, ab 60 wahrscheinlich. Dazwischen liegt ein Graubereich.

Was bedeutet der FIB-4-Wert?

Der FIB-4 schätzt aus Alter, den Leberwerten AST und ALT und den Thrombozyten das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose, also einer Vernarbung. Ein niedriger Wert macht eine schwere Vernarbung unwahrscheinlich, ein hoher Wert ist ein Anlass zur ärztlichen Abklärung.

Ein niedriger Wert, heißt das meine Leber ist gesund?

Nein. Ein niedriger Screening-Wert schließt eine Lebererkrankung nicht sicher aus. Er ist kein Grund, einen Arztbesuch zu verschieben. Wenn Sie Beschwerden oder Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht oder erhöhte Leberwerte haben, lassen Sie das unabhängig vom Ergebnis ärztlich abklären.

Welche Werte brauche ich für den Rechner?

Für den FLI: Größe, Gewicht, Taillenumfang, Triglyzeride und Gamma-GT. Für den FIB-4 zusätzlich Alter, AST, ALT und Thrombozyten. Die Blutwerte stehen auf einem normalen Laborbericht. Ohne Blutwerte können Sie den FLI nicht vollständig berechnen.

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Quellen und Einordnung

Fatty Liver Index: Bedogni G, Bellentani S, Miglioli L, et al. The Fatty Liver Index: a simple and accurate predictor of hepatic steatosis in the general population. BMC Gastroenterology 2006;6:33. FIB-4: Sterling RK, Lissen E, Clumeck N, et al. Development of a simple noninvasive index to predict significant fibrosis in patients with HIV/HCV coinfection. Hepatology 2006;43(6):1317-1325. Beide Scores sind publizierte Berechnungsformeln und frei nutzbar. Cutoffs nach den Originalarbeiten; für Personen ab etwa 65 Jahren wird beim FIB-4 die untere Grenze von 2,0 empfohlen. Dieser Rechner ist ein Screening und keine Diagnose.